Jachina, Gusel

Gusel Jachina (*1977) studierte Germanistik und Anglistik in Kasan und schloss 2015 zudem ein Drehbuchstudium an der Moskauer Filmhochschule ab. Danach arbeitete sie zunächst in der Werbung. Ihr Debüt „Suleika öffnet die Augen“ erzählt von ihrer tatarischen Großmutter, die 1930 nach Ost-Sibirien deportiert wurde. Der Bestseller, der 2019 als Serie für das russische Fernsehen verfilmt wurde, erhielt mehrere renommierte Literaturpreise. Für ihren Roman „Wolgakinder“ wurde sie zusammen mit ihrem deutschen Übersetzer Helmut Ettinger 2020 mit dem Georg-Dehio-Buchpreis ausgezeichnet. Die Filmrechte für ihren Roman „Eschelon na Samarakand“ (2021; auf Deutsch: Militärzug nach Samarkand) wurden von Regisseur Alexej Utschitel erworben. Gusel Jachinas Werke sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt.