Andrej Kurkow
Jahre im Feuer
Gespräch
Donnerstag, 26. November
16.00 — 16.30 Uhr
DER STANDARD-Bühne
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Der wohl bekannteste Schriftsteller der Ukraine setzt seine Kriegstagebücher fort und spricht darüber, was es heißt zu schreiben, ohne zu wissen, wie die eigene Geschichte und die des Landes ausgehen.
Im Februar 2022 begann der russländische Angriffskrieg auf die Ukraine. Seither sind über vier Jahre vergangen. Andrej Kurkows journalistische Texte, Notizen und Tagebucheinträge zeigen die Erlebnisse der Ukrainer:innen im dritten Kriegsjahr – niedergeschrieben in seiner Heimat Kyjiw, auf seinen Reisen durch das ganze Land und Europa.
Kurkow beschreibt die Momente des Grauens, der Widerstandskraft, der Absurdität und Armut. Er hält den zum Alltag gewordenen Ausnahmezustand fest: Kinder, die nur mit kugelsicheren Westen zur Schule dürfen; Soldaten, die Haikus schreiben; die siebzehnjährige Kröte eines Generals, die zum ikonischen Symbol des Trotzes wird. Und unter einem Kirschbaum vergraben wird das letzte Tagebuch eines ermordeten Schriftstellers geborgen – ein großes Echo einer zum Schweigen gebrachten Stimme. Menschen verlieren Menschen. Jeden einzelnen Tag. So viel wurde ausgelöscht – ganze Häuser, ganze Städte –, doch der Wille der Ukrainer:innen bleibt ungebrochen.
Kurkow bringt die menschlichen Schicksale in den Fokus, den Kampf der Ukrainer:innen um Leben und Kultur, er schreibt über historische Kontinuitäten und nicht zuletzt über den Glauben an die Hoffnung und an die Zukunft einer freien Ukraine.
Moderation: Stefan Gmünder, DER STANDARD
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