Nather Henafe Alali liest im Albert-Schweitzer Haus

News | 29. Oktober 2018

Raum ohne Fensterder Roman des syrischen Schriftstellers Nather Henafe Alali, handelt von Verlust und Erschöpfung und davon, wie der Autoritarismus und der Krieg jemandem die Heimat nehmen.

Alali erzählt von einem Paar, das sich liebt. Als er schwer verwundet wird und verschwindet, begibt sie sich auf den gefährlichen, strapaziösen Weg über die Balkan-Route nach Europa. In der Fremde trifft sie auf seinen engsten Freund. Ihre Geschichte scheint eine Wende zu nehmen, denn nichts ist unwahrscheinlich in den Wirren dieses Jahrhunderts. Alalis hochemotionaler Debütroman handelt von Verlust und Erschöpfung, davon, wie der Krieg einem die Heimat nimmt – aber nicht die Hoffnung, nicht den Lebensmut, nicht die Widerstandskraft. Es ist ein ergreifendes und energisches Buch über Einsamkeit und Exil. Die Behauptung „Wir schaffen das“ hat für Alalis Helden nämlich eine existenzielle Bedeutung.

Nather Henafe Alali, geboren 1989 in Deir Azzor, Syrien. 2012 wurde er vom Assad-Regime inhaftiert, seine Familie kaufte ihn aus dem Gefängnis frei und er musste sein Studium der Zahnmedizin abbrechen. Er arbeitete für syrische Hilfsorganisationen und internationale NGOs zwischen Syrien und der Türkei. Er war als Feldreporter tätig sowie als Essayist für syrische Online-Medien. Er schrieb für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte in Syrien. 2016 bis 2017 war er Kolumnist für das Wochenmagazin „Der Spiegel“. 2018 gab er eine Ausgabe der „Neuen Rundschau“ (S. Fischer Verlag) heraus, in der er syrische und deutsche Stimmen zu der Frage „Die syrische Revolution – eine Revolution der Medien?“ versammelte. Er lebt seit vier Jahren in Deutschland.

Termine:

SA 10.11.2018 – 14:30 Uhr: Messe (Halle D)
SA 10.11. 2018 – 19:00 Uhr: Albert Schweitzer-Haus: Anmeldung

 

 

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