J.R. Dos Santos

José Rodrigues dos Santos wurde 1964 in (der damals portugiesischen Kolonie) Mosambik geboren. Nach dem Zusammenbruch des portugiesischen Imperiums floh die Familie 1974 nach Lissabon. Einige Zeit später ging er mit seinem Vater, einem Arzt im Dienst einer gemeinnützigen Hilfsorganisation, nach Macau. Als 17-Jähriger begann er dort seine journalistische Karriere als Radioreporter.
1982 schloss er in Portugal sein Journalistikstudium ab und zog einige Zeit später nach London, um bei der BBC zu arbeiten. 1990 ging er zurück nach Lissabon zu RTP, Portugals öffentlich-rechtlichem (Radio- und) Fernsehsender. Dort startete er als Nachrichtensprecher, doch innerhalb weniger Monate stieg der junge Moderator zum Anchorman der portugiesischen Hauptnachrichten auf – eine Position, die er nunmehr seit 27 Jahren innehat.
1993 spezialisierte er sich zudem auf Kriegsberichterstattung und belieferte bis 2011 neben seinem heimischen Sender auch CNN mit Reportagen aus internationalen Krisengebieten. Er informierte beispielsweise aus Angola, Timor-Leste, dem Nahen Osten, dem Balkan und Georgien. Zuletzt beschrieb er 2014 die Lage vor Ort im Ukraine-Konflikt sowie die IS-Kämpfe im Irak. Für seine Krisenberichterstattung erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter im Jahr 2000 den „Contributor Achievement Award“, eine der höchsten Auszeichnungen im Fernsehjournalismus.
José Rodrigues dos Santos spricht fünf Sprachen und ist Doctor of Philosophy (Ph.D.). Im Jahr 2000 legte er seine Dissertation zum Thema Kriegsreportagen vor, die er mittlerweile unter dem Titel „War Chronicles“ in drei Bänden veröffentlicht hat.
José Rodrigues dos Santos ist verheiratet und lebt in Lissabon.

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